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Lehre und Forschung2019-11-04T19:43:12+01:00

Systemtheoretische Ästhetik

Der hier vorgelegte prototypische Entwurf einer adaptativ und modular angelegten Theoriearchitektur synthetisiert Erkenntnisse der Neueren Ästhetik, der Neuen Phänomenologie, des Neuen Realismus, der Bildwissenschaften, des Civic- und Next Society Design, sowie der Logik und Ästhetik der Hypermedien mit Parametern der Modernen Systemtheorie zu einer in ersten Ansätzen skizzierbaren Systemtheoretischen Ästhetik.

Die Arbeit versteht sich selbst als digitale künstlerisch-theoretische Skulptur. Ihr Erkenntnisgewinn ergibt sich derzeit durch triviale (nichtautomatisierte) Verknüpfung modular angelegter Theoriebausteine zu geschlossenen Verstehenszusammenhängen…

institut bild.medien

Das institut bild.medien ist ein künstlerisch-wissenschaftliches Forschungsinstitut der Fakultät Design an der Peter Behrens School of Arts der Hochschule Düsseldorf. Sein Ziel ist die Wahrnehmung von Entwicklungs- und Forschungsaufgaben an der Schnittstelle von gestalterischer Praxis und theoretischer Forschung in den Schwerpunktbereichen Bewegtbild, interaktive Medien und Hypermedien. (mehr …)

Lehrveranstaltungen Prof. Dr. Asmus

The Wild Blue Yonder – Von Werner Herzog zur ‚live augmented sculpture‘ WS 2019/20

Weltdesign, WS 2019/20.

Gestaltungskraft, SoSe 2019 und WS 2019/20

The Wall – Interaktive Medienwand für den Öffentlichen Raum SoSe 2019

Algorithmus und Poesie – Künstliche Intelligenz, Visualität und eine Theorie der Erkenntnisobjekte, WS 2017/18.

Massenangst – Studien zur Rückseite des Zeitgeschehens, WS 2016/17.

Neuer Realismus und Digitale Welt, WS 2015/2016.

Die Beteiligung des Designs am Aufbau der Zivilgesellschaft, SoSe, 2015.

Einführung in das Systemdesign, SoSe 2014.

Seminar Low End Theory Club SoSe 2014.

Die Zukunft der Fotografie, WS 2013/14.

Freak Design, WS 2013/14.

Utopos / Eutopos, SoSe 2012.

Ausweitung der Übungszone: Robot Opera, Kumano, Hana Bi und Lucky Hole. SoSe 2012.

Bilder machen Körper töten, SoSe 2011.

Wie man dem toten Designer die Bilder erklärt, Teil 1 SoSe 2010.

Bild und Stadt, SoSe 2010.

«Your Communication»
Zur reflexiven Praxis und Methode des Kommunikationsdesign, 2008.

Zur Logik und Ästhetik der Hypermedien, seit 1999.

 

ausführlich: http://design.hs-duesseldorf.de/asmus/asmus_lehr

Algorithmus und Poesie

Die Digitale Welt entsteht durch das fortschreitende Prozessieren des Formrepertoires rechnender Maschinen; durch die einfache Unterscheidung zweier Zustände und die kontrollierte Handhabung der fortlaufenden Differenzierung dieser Zustände (Algorithmen) ist der Computer in der Lage, in universeller Weise reale Weltbestände symbolisch zu repräsentieren. Dabei darf die heutige Komplexität der rechnenden Vorgänge nicht darüber hinwegtäuschen, dass der Computer rein quantitativ vorgeht. Ihm wohnt keine lebendige Evolution inne, kein Telos, keine Reflexivität, keine Sinnhaftigkeit, keine Qualität. Er ist nichts Anderes als ein beliebig skalierbares Zeichensystem, durch das Strom fließt. Aber seine Turing-Vollständigkeit, die Fähigkeit prinzipiell Alles symbolisch repräsentieren zu können, erklärt den gigantischen Einfluss der rechnenden Maschine, die sämtliche Aspekte unserer Gesellschaft und der sie repräsentierenden Lebenswelten und Teilsysteme erfasst hat.

Das macht deutlich, dass die Poetische Dimension als eigenständige reale Dimension im Unterschied zur rechnenden Instanz, ihrer Logik und Algorithmen entwickelt werden muss.

Internationale Tagung Design and Digitization

Der Neue Realismus im Design

Der unter dem Titel „Neuer Realismus“ laufende philosophische Diskurs beschäftigt sich mit den Ermüdungserscheinungen postmoderner, konstruktivistischer und idealistisch-hermeneutischer Theoriebildung. Gefordert wird nichts anderes als eine erkenntnistheoretische Neuorientierung, die auf die Reformulierung unseres Verhältnisses von Sprache, Begriff und Wirklichkeit ausgerichtet ist. Insofern ist das Verständnis von Welt, Wirklichkeit, Wahrheit, Objektivität, aber auch Qualität und Wert neu zu formulieren.

Der Diskurs wird vielschichtig und überaus ambitioniert geführt. Er wendet sich gleichermassen gegen den universalistischen Überlegenheitsgestus einer metaphysikfernen Naturwissenschaft, gegen die Einseitigkeit der Neurowissenschaft und Hirnforschung, die Fragen der Qualität und des Bewusstseins auf Messdaten reduziert, als auch gegen den Überschwang einer Bedeutungslehre und Simulationsbehauptung, die den ontischen Status einer jedweden Realität als Bewusstseinsdesiderat obsolet macht und sich in den Zirkel relativistischer Beliebigkeit versteigt.

Zur Gestaltung interaktiver Systeme im Kontext Bildender Wissenschaft.

Die Anforderungen an das Fach “Interaktive Systeme/Hypermedia” gehen über die praktischen Anforderungen an Screendesign oder Interfacedesign hinaus.
Die Digitalen Medien, allen voran das Internet sind in der Lage, Informationen nicht nur auf neue Art zu präsentieren, sondern durch die Spezifik ihrer Aufbereitung neu zu formatieren. Insbesondere das Internet ist eine dramatische Erweiterung unseres kognitiven Raumes, eine reale Virtualität, die der Mensch als Wohnwesen zum Zweck seiner Behausung erschliessen muss…

Hypermedia.

In hypermedialen digitalen Umgebungen wird der Computer nicht nur als Werkzeug, sondern vor allem als Medium relevant. Gestaltung setzt hier auf technischen Algorithmen und Codierungen auf, die ihre Wirkung im Kontext kommunikativer, kultureller und künstlerischer Dimensionen entfalten. Deshalb muss mit einem erweiterten Gestaltungsansatz gearbeitet werden, der die Dimension von technischer Codierung, bildnerisch-anschaulicher Gestaltung, digitaler kultureller Evolution und relevanter Theorie (Reflexivität) umgreift

Wissensdesign.

Die Arbeit an theoriefähigen hypermedialen Systemen geht von zwei Prämissen aus: der Abhängigkeit der Kommunikation von Materialität und der Dominanz technischer Systeme zur Erzeugung, Repräsentation und Nutzung von Komplexität.

Wenn angenommen wird, daß Medien nicht nur die Darstellungsmöglichkeiten von Wissen verändern, sondern in den Prozess der Wissengenerierung konstitutiv eingreifen, muß geschlossen werden, daß die digitalen Medien bisher unbekannte Möglichkeiten für die Generierung neuer Wissensformen bieten.

Vgl. Wissensdesign

CREATING SPACE

Creating Space – das ist das Lichtprojekt am Sparda-Carré in Bonn. Von 2010-2016 wurden unter der Leitung von Professor Dr. Stefan Asmus und Professor Dr. Reiner Nachtwey auf der Medienfassade des Gebäudes der Sparda-Bank West eG in Bonn Lichtkunstwerke von Studierenden des FB Design der Hochschule Düsseldorf gezeigt. Die künstlerischen Projekte sind sehr unterschiedlich, doch steht ein Thema im Mittelpunkt: die Zeit und ihr Bedeutungsspektrum für die moderne, urbane Gesellschaft.

Kommunikationsmaschine

 

Die Projektgruppe FACE hat unter der Leitung von Stefan Asmus und Thomas Molck von 2002 bis 2004 die bis 2015 und in Teilen noch heute gültige Informationsarchitektur der Hochschule Düsseldorf erarbeitet. Kernstück war ein webbasiertes Containersystem für die interaktive Aufbereitung und dynamische Präsentation von Informationen (interne und externe Kommunikation) auf der Basis von Open Source.

Die Entwicklungsarbeit wurde umfangreich dokumentiert und im Artikel „Kommunikationsmaschine“ beschrieben…